«Hausprodukte sind besser – sie erfüllen die internen Standards, und wir kontrollieren das Risiko.» Er hatte nicht unrecht. Hauseigene Lösungen richten Struktur, Konsistenz und Risikomanagement an den Vorgaben der Bank aus und vermitteln ein Gefühl der Sicherheit.
Die Dynamik ändert sich jedoch, wenn man in die unabhängige Welt wechselt – insbesondere zu einem externen Vermögensverwalter (EAM).
Offene Architektur klingt attraktiv: Sie bietet breiteren Zugang, mehr Flexibilität und massgeschneiderte Lösungen. Ohne die richtigen Investitionen, eine solide Governance und das passende Know-how kann sie jedoch zur Belastung werden.
Niemand allein (und auch nicht zu zweit) kann das gesamte heutige Anlageuniversum beherrschen. Von thematischen Anlagen bis zu Private Markets – die Komplexität erfordert fundiertes Fachwissen, Prozesse und Kontrolle.
Wichtige Fragen vor dem Wechsel
Bevor sie den Sprung wagen, sollten Kundenberater also fragen: – Wer trifft die Anlageentscheide? – Gibt es ein Anlagekomitee mit klaren Regeln? – Wie werden Produkte ausgewählt, beurteilt und überwacht? – Herrscht echte Unabhängigkeit oder nur ein Flickenteppich von Vorlieben?
Entscheidend: Die meisten EAMs haben keinen Anreiz, Produkte zu pushen. Das ist eine Stärke – sofern sie mit soliden Anlagekompetenzen einhergeht.
Es geht nicht um Zugang – es geht um Integrität
Wir sind keine Produktvertreiber. Wir sind Vermögensverwalter und müssen mit Freiheit und Verantwortung im besten Interesse unserer Kunden handeln.
Fazit: Offene Plattformen funktionieren nur mit einer professionellen Infrastruktur im Rücken. Wenn Sie einen Wechsel zu einem EAM erwägen, sollten Sie genau hinschauen. Die Marke mag unabhängig sein – aber ist auch das Anlageteam wirklich solide?
Wählen Sie mit Bedacht. Vertrauen beruht auf mehr als nur Zugang.
Quelle: LinkedIn


