Businessplan-Vorlage für die Vermögensverwaltung in der Schweiz
Einführung
Diese Vorlage für einen Businessplan in der Vermögensverwaltung richtet sich an unabhängige Schweizer Vermögensverwalter. Sie ist kurz und praktisch. Zudem verzichtet sie auf typische Annahmen aus dem Private Banking. Daher können Sie Ihre Partner informieren, Bankbeziehungen eröffnen und mit Zuversicht starten.
- Für wen ist diese Businessplan-Vorlage gedacht?
- Es handelt sich nicht um einen Private-Banking-Plan
- Schnellstart: 90 Tage
- Aufbau der Businessplan-Vorlage
- Kosten & Kapital (CHF)
- Compliance im Plan
- Marktplan
- Technologie-Stack
- Risiken & Gegenmassnahmen
- FAQs
- Kostenlose Vorlage herunterladen
Für eine Kurzübersicht siehe FINMA. Prüfen Sie ausserdem die Seite zur Bewilligung als Vermögensverwalter. Wenn Sie globale AML-Standards benötigen, verwenden Sie die FATF. Zum Datenschutz siehe EDÖB. Für Ihre eigene Website besuchen Sie vapa.ch.
Für wen ist diese Businessplan-Vorlage gedacht?
Dieser Leitfaden eignet sich für Gründer von Boutiquen, Spin-offs sowie für Einzelberater in der Schweiz. Da Banken und Aufsichtsbehörden Klarheit erwarten, muss Ihr Plan kurz und vollständig sein. Deshalb bietet diese Vorlage für einen Businessplan in der Vermögensverwaltung eine knappe einseitige Zusammenfassung und einen schlanken Anhang. Kurz gesagt: schlank genug für die Praxis und solide genug für eine Prüfung.
Es handelt sich nicht um einen Geschäftsplan für das Private Banking.
Privatbanken verlassen sich auf grosse Plattformen und eigene Produkte. Unabhängige Unternehmen müssen jedoch Schnelligkeit, Neutralität und Kontrolle beweisen. Ihr Plan sollte daher drei Punkte hervorheben:
- Team: zwei Kundenberater und ein Allrounder für Betrieb und Compliance.
- Multibanken-Setup: mit mindestens zwei Depotbanken zusammenarbeiten. Das senkt das Risiko und verbessert den Service.
- Transparente Preisgestaltung: Beratungsgebühren in Basispunkten, Pauschalhonorare oder eine Kombination. Legen Sie zudem allfällige Retrozessionen offen.
Schnellstart: In 90 Tagen startklar mit dieser Businessplan-Vorlage
- Gründung & Governance: Wählen Sie AG oder GmbH, bestellen Sie den Verwaltungsrat und eröffnen Sie Konten. Halten Sie danach Rollen und Freigaben schriftlich fest.
- Bewilligungsdossier: Bereiten Sie das FINMA-Dossier, AML/KYC und einfache Richtlinien vor. Legen Sie danach Berichte und Verantwortliche fest.
- Bankanbindung: Wählen Sie zwei bis drei Depotbanken in die engere Auswahl, testen Sie die Datenlieferungen und bestätigen Sie die Gebühren. Unterzeichnen Sie danach die Servicevereinbarungen.
- Technologie aufbauen: PMS/CRM, sichere Datenablage, E-Mail-Archiv, Kundenportal und Backup-Speicher. Legen Sie ausserdem Backups und Zugriffsregeln fest.
- Start: Website, Offenlegungen, Kundenverträge und ein monatlicher Content-Plan. Beginnen Sie zum Schluss, die Reichweite zu messen.
Im ersten Quartal werden Sie viel arbeiten. Doch diese einfache Reihenfolge hält das Tempo hoch und reduziert Nacharbeit.
Aufbau der Businessplan-Vorlage
1) Zusammenfassung
- Für wen Sie arbeiten: Unternehmer, Familien und leitende Angestellte.
- Ihre Stärken: unabhängige Überwachung, offene Architektur und klares Reporting über alle Banken hinweg.
- Finanzen: Gründungskosten, Liquiditätsreichweite, AUM-Ziele und Break-even-Monat.
2) Markt und Positionierung
- Kundenbedürfnisse: Vermögen schützen, Komplexität reduzieren und Nachfolge planen.
- Nachweise: Erfahrung, Referenzen, einfache Gebühren und saubere Governance.
- Erklären Sie zum Beispiel, warum Kunden vom Private Banking zu Ihnen wechseln.
3) Betriebsmodell
- Teammodell: zwei Kundenberater plus ein Allrounder für Betrieb, Compliance und Administration.
- Anbieter: PMS/CRM, AML-Prüfungen, digitaler Dokumentenspeicher und elektronische Signatur.
- Depotbanken: Auswahlregeln, Überprüfungszyklus und ein Ausstiegsplan für jede Bank.
4) Governance & Compliance
- Richtlinien: AML/KYC, Eignung, bestmögliche Ausführung, Interessenkonflikte, Outsourcing und Beschwerden.
- Kontrollen: Vier-Augen-Prinzip, Überprüfung von Transaktionen und Stichproben von Kundendossiers. So sinkt die Fehlerquote rasch.
- Reporting: ein einfacher Kalender, Unterlagen für den Verwaltungsrat, Register und Schulungsnachweise.
Auf diese Weise schaffen Sie Vertrauen bei Kunden und Banken. Als offizieller Ausgangspunkt dient die Website der FINMA.
5) Vertriebsplan
- Preisgestaltung: Beratungsgebühren in Basispunkten mit Staffelung; Pauschalhonorare für die konsolidierte Überwachung; Projekthonorare für einmalige Aufträge.
- Pipeline: eine 12-Monats-Zielliste, ein Introducer-Programm und kleine Veranstaltungen.
- KPIs: Meetings, Konversionsrate, Neugeld (AUM), Gebührenmarge und Onboarding-Dauer. Erfassen Sie vor allem wöchentlich Ihre Aktivitäten.
6) Finanzen
- Laufende Fixkosten plus Liquiditätspuffer. Führen Sie zudem eine rollierende 12-Monats-Prognose.
- AUM-Aufbau und Erträge nach Basispunkten und Mandatsmix. Testen Sie zum Beispiel ein Marktszenario mit −25 %.
- Backup und einfache Backup-Pläne.
Kosten & Kapital für Ihren Businessplan in der Vermögensverwaltung (CHF)
Onboarding, Bankanbindungen und Kundentransfers brauchen Zeit. Planen Sie in den ersten sechs bis neun Monaten ein langsameres Tempo ein. Die folgende Tabelle veranschaulicht den Start mit drei Personen.
| Kategorie | Einzelheiten | Betrag (CHF) |
|---|---|---|
| Personal (inkl. Lohnnebenkosten) | Zwei Kundenberater + ein Allrounder (Betrieb/Compliance/Admin) | 316,764 |
| Büro & Infrastruktur | Serviced Office oder ~100 m² Mietfläche; Möblierung & Einrichtung | 240,000 - 390,000 |
| Systeme | PMS/CRM, Cloud und Lizenzen (Einrichtung + jährlich) | ~100,000 |
| Regulierung & Versicherung | Rechts- und Bewilligungsarbeiten, Gebühren der Aufsichtsorganisation und Haftpflichtversicherung | ~50,000 |
| Marketing und Betrieb | Marke, Website, Inhalte, Nebenkosten und Berater | 35,000 - 55,000 |
| Liquiditätsreserve | Etwa sechs Monate Fixkosten | ~150,000 |
| Total (zur Veranschaulichung) | Barmittelbedarf im ersten Jahr inkl. Puffer | ~917,000 - 943,000 |
Kapitalstrategie in der Businessplan-Vorlage für die Vermögensverwaltung
- Eingezahltes Kapital entsprechend Ihrer Rechtsform und Liquiditätsreichweite. Bewahren Sie zudem einen Nachweis über das eingezahlte Kapital auf.
- Eigenkapitalpuffer, abgestimmt auf die Fixkosten. Überprüfen Sie ihn daher vierteljährlich und dokumentieren Sie Ihre Entscheidungen.
- Gründerlöhne können bis zum Break-even aufgeschoben werden, um die Liquidität zu schonen. Kürzen Sie zudem frühzeitig verzichtbare Ausgaben.
Compliance im Geschäftsplan Ihrer Vermögensverwaltung
Eine starke Compliance schafft Vertrauen. Machen Sie sie daher zum Teil der täglichen Arbeit, nicht zu einer Nebenaufgabe. Kurz gesagt: Halten Sie sie einfach und leicht prüfbar.
- Richtlinien: AML/KYC, Eignung, bestmögliche Ausführung, Interessenkonflikte, Outsourcing, Beschwerden und Vorfallmanagement.
- Kontrollen: Vier-Augen-Prinzip, Prüfungen vor und nach dem Handel, vierteljährliche Dossierkontrollen und jährliche Freigaben.
- Nachweise: Was nicht dokumentiert ist, ist nicht geschehen. Führen Sie daher versionierte Richtlinien und Register.
Siehe auch die Bewilligungsseite der FINMA und die FATF für AML-Standards.
Marktplan für diese Businessplan-Vorlage für die Vermögensverwaltung
Ihre Zielkunden
- Unternehmer mit Mehrbankenbedarf und grenzüberschreitenden Fragestellungen.
- HNWI-Familien, die Konsolidierung, Governance und Nachfolgeplanung wünschen.
- Führungskräfte mit konzentrierten Aktienpositionen und bevorstehenden Liquiditätsereignissen.
Nutzenversprechen
- Unabhängige Überwachung: unvoreingenommene Allokation, bankenübergreifende Berichterstattung und Gebührentransparenz.
- Steueroptimierte Ausgestaltung: Mandatsangebote, die auf Ergebnisse nach Steuern ausgerichtet sind.
- Kuratierter Zugang: Rechts-, Steuer- und Treuhandpartner mit schriftlich geregelter Überwachung.
Akquisitionsrhythmus über 12 Monate
- Veröffentlichen Sie einen hilfreichen Artikel pro Monat. Teilen Sie zum Beispiel eine Checkliste für die Nachfolge.
- Führen Sie vierteljährliche Veranstaltungen mit einem Partner durch. Laden Sie anschliessend die Folien hoch.
- Kontaktieren Sie 120 konkret benannte Interessenten. Halten Sie danach Meetings und nächste Schritte in Ihrem CRM fest.
- Legen Sie ein Empfehlungsprogramm mit klarem Nutzen für die Vermittler fest. Ausserdem sollten Sie es alle sechs Monate überprüfen.
- Messen Sie Pipeline-Volumen, Terminfrequenz, Mandatsabschlüsse, Neugeld (AUM) und Gebührenmarge.
Technologie-Stack für den Businessplan einer unabhängigen Vermögensverwaltung
- PMS/Auftragsmanagement: Modellportfolios, Neugewichtung und Abgleich.
- CRM: Phasen, KYC-Felder, Aufgaben und Notizen.
- Daten & Reporting: Depotbank-Feeds, ein Kundenportal und einfache Auszüge.
- Grundausstattung: E-Mail mit Archivierung, Dokumentenspeicherung und elektronischer Unterschrift.
- Sicherheit: MFA, Zugriff nach dem Minimalprinzip, Anbieterprüfungen und Exit-Pläne.
Hauptrisiken & Gegenmassnahmen
- Mitnahme von Kunden: Kündigungsfristen und Konkurrenzverbote einhalten. Bauen Sie zudem frühzeitig eine eigene, neue Pipeline auf.
- Einzelbankrisiko: Arbeiten Sie mit zwei Depotbanken und testen Sie die Datenlieferungen vor dem Start.
- Marktrückgang: Verwenden Sie konservative Einnahmeprognosen und halten Sie einen Liquiditätspuffer vor.
- Operative Fehler: Vier-Augen-Prinzip, Änderungsprotokolle und Notfallpläne für Vorfälle einsetzen.
- Nachlassende Compliance: Vierteljährliche Freigaben und eine jährliche Aktualisierung der Richtlinien planen.
FAQs zur Businessplan-Vorlage für die Vermögensverwaltung
Wann fliessen die ersten Gebühren?
Rechnen Sie mit sechs bis neun Monaten, bevor nennenswerte Erträge fliessen. Bewilligung, Bank-Onboarding und Kundentransfers brauchen Zeit. Eine fokussierte Pipeline beschleunigt dies jedoch.
Wie viel Kapital benötige ich?
Planen Sie die Kosten für das erste Jahr plus einen Liquiditätspuffer ein. Eine Firma mit drei Personen sollte mit etwa CHF 900’000 bis 950’000 rechnen, je nach Büro und Preisen der Anbieter.
Kann ich allein anfangen?
Ja. Allerdings müssen Sie die Compliance-Administration und die Buchhaltung auslagern. Regeln Sie zudem Stellvertretungen für Freigaben, Ferien und Service-SLAs.
Was unterscheidet diese Vorlage von einem typischen Private-Banking-Businessplan?
Unabhängige Unternehmen müssen die Kontrolle ohne eine Mutterbank nachweisen, mit mehreren Banken zusammenarbeiten und eine transparente Preisgestaltung mit schlanken Teams anwenden. Deshalb konzentriert sich diese Vorlage auf genau diese Punkte.
Was gehört in das Compliance-Paket?
Grundlegende Richtlinien (AML/KYC, Eignung, bestmögliche Ausführung, Interessenkonflikte, Outsourcing), ein Überwachungskalender, Register und Schulungsunterlagen. Vor allem sollten alle Dokumente versionskontrolliert und leicht zu überprüfen sein.
Kostenlose Businessplan-Vorlage für die Vermögensverwaltung herunterladen
Diese Vorlage für einen Businessplan in der Vermögensverwaltung enthält eine einseitige Zusammenfassung, ein Canvas für das Betriebsmodell, ein einfaches Finanzmodell, eine Compliance-Checkliste und eine Checkliste für die Kundenunterlagen.
Kostenlose Businessplan-Vorlage für die Vermögensverwaltung in der Schweiz herunterladen (DOCX)
Haftungsausschluss: Diese Seite hat informativen Charakter. Prüfen Sie immer die aktuellen Schweizer Gesetze und lassen Sie sich für Ihren speziellen Fall beraten.
Schweizer Blog über unabhängige Vermögensverwalter
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Unabhängige Vermögensverwalter in der Schweiz übertreffen die Privatbanken oft an Kosteneffizienz und bieten transparente, kundenorientierte Gebührenstrukturen. Dieser Ansatz steht im Gegensatz zu möglichen versteckten Gebühren und der Abhängigkeit von bankinternen Produkten und bietet somit einen höheren finanziellen Gesamtwert und massgeschneiderte Lösungen.
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Die Depotbanken in der Schweiz sind für den Erfolg unabhängiger Vermögensverwalter entscheidend. Sie bieten mehr als nur den Schutz von Vermögenswerten; sie erbringen wichtige Dienstleistungen, die Wachstum und Innovation im Finanzsektor fördern. Diese Partnerschaften sind entscheidend, um die führende Position der Schweiz im globalen Finanzwesen zu erhalten. Erfahren Sie mehr über die wichtigen Beiträge der Depotbanken auf unserem VAPA-Blog zur unabhängigen Vermögensverwaltung in der Schweiz.
Depotbanken
Die Depotbanken in der Schweiz gewährleisten die Einhaltung der Vorschriften und die sichere Abwicklung von Transaktionen. Ihr Fokus auf operative Transparenz und Vermögensschutz zeichnet sie aus und macht sie zu einem wichtigen Faktor für die Stabilität und das Vertrauen im Vermögensverwaltungssektor. Diese strategische Rolle stärkt die Führungsposition der Schweiz im Finanzbereich.
Drei-Parteien-Setup
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