Präsident Donald Trumps neue Zollstrategie löst Schockwellen an den globalen Märkten aus. Anfang April 2025 verhängte die US-Regierung einen universellen Zoll von 10 % auf alle Importe. Zusätzlich werden chinesische Waren nun mit Zöllen von bis zu 54 % belegt.
Trump nennt es wirtschaftliche Selbstverteidigung. Die Märkte nennen es Verwerfung.
🇨🇳 China reagiert
China reagierte schnell. Am 10. April führte es Vergeltungszölle von 34 % auf US-Produkte ein. Diese Gegenmassnahmen markieren eine deutliche Eskalation zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt. Und die Anleger schauen genau hin.
📉 US-Indizes unter Druck
Seit ihren Höchstständen im Dezember 2024 haben die US-Märkte stark korrigiert. Hier sehen Sie, wie weit sie gefallen sind:
| Index | Ticker | Hoch Dez. 2024 | 5. April 2025 | Rückgang (%) |
|---|---|---|---|---|
| Nasdaq Comp. | ^IXIC | 20,034 | 15,587 | –22,1 % |
| S&P 500 | ^GSPC | 5,881 | 5,074 | –13,7 % |
| Dow Jones | ^DJI | 45,014 | 39,548 | –12,1 % |
Die Nasdaq befindet sich offiziell in einem Bärenmarkt, S&P und Dow folgen dicht dahinter. Diese Rückgänge spiegeln Bewertungskorrekturen und die Angst vor grösseren systemischen Auswirkungen wider.
🔻 Vorbörse signalisiert weitere Verluste
Am 7. April 2025 deuten die Futures auf weitere schwere Verluste hin. Die Dow-Futures liegen 1250 Punkte (3,3 %) im Minus. Der S&P 500 dürfte 3,7 % tiefer eröffnen und die Nasdaq-Futures liegen 4,6 % im Minus.
Die asiatischen Märkte eröffneten deutlich tiefer. Der japanische Nikkei fiel um 8 %. Die Ölpreise fielen um über 3 % auf unter 60 $ pro Barrel. Auch Bitcoin brach um 5,6 % ein.
Dies folgt auf eine Woche, in der mehr als 5,4 Billionen $ an Marktkapitalisierung vernichtet wurden. Analysten sehen Anzeichen für wahllose Verkäufe, da Anleger Rezessionsrisiken befürchten, die direkt mit Trumps Zöllen zusammenhängen.
🧭 Wie geht es weiter?
Es zeichnen sich nun drei mögliche Wege ab:
1. Ein ausgeweiteter Handelskonflikt
Weitere Zolleskalationen könnten andere Länder mit hineinziehen. Wenn Europa oder Japan Vergeltungsmassnahmen ergreifen, könnte das globale Handelssystem zerbrechen. Die exportorientierten Sektoren werden die Auswirkungen zuerst spüren.
2. Globale Neugewichtung
Sollte der Konflikt anhalten, könnten sich die globalen Lieferketten neu ausrichten. Unternehmen könnten ihre Abhängigkeit von den Handelsströmen zwischen den USA und China verringern, und Märkte in Südostasien oder Lateinamerika könnten an strategischer Bedeutung gewinnen.
3. Politische Eingriffe
Nimmt der Druck auf die Märkte zu, könnten die Zentralbanken reagieren. Die US-Notenbank könnte ihre Geldpolitik lockern. Regierungen könnten fiskalpolitische Instrumente einsetzen. Doch die Inflation begrenzt ihren Handlungsspielraum.
⚠️ Anfälligkeit über alle Anlageklassen hinweg
Anleger spüren bereits Spannungen in wichtigen Bereichen:
- Halbleiterhersteller mit Bezug zu Asien
- Konsumgütermarken mit Beschaffung im Ausland
- Industriemetalle und Energiemärkte
- Devisenmärkte exportlastiger Volkswirtschaften
- Globale Schifffahrt und Handelsfinanzierung
🕊️ Ein Wort zur Agilität
In solchen Momenten ist Beweglichkeit wichtiger als Grösse. Grosse Institutionen bewegen sich vielleicht langsam, unabhängige Vermögensverwalter können dagegen schnell und flexibel reagieren. Diese Fähigkeit, in Echtzeit zu handeln, kann in volatilen Phasen den entscheidenden Unterschied ausmachen.
Haftungsausschluss: Dieser Artikel «Tariffs Trump» dient ausschliesslich Informationszwecken. Er stellt keine Anlageberatung dar.


