Aktiv verwaltete Zertifikate (AMCs) gehören zu den flexibelsten Instrumenten im Schweizer Private Banking und der unabhängigen Vermögensverwaltung. Im Wesentlichen ermöglichen sie einem Vermögensverwalter, eine diskretionäre Strategie innerhalb eines einzelnen, handelbaren Wertpapiers umzusetzen. Da jedes AMC eine ISIN trägt, bietet es tägliche Liquidität, Transparenz auf Positionsebene und eine einfache Buchung über die meisten Bankplattformen. Darüber hinaus kann ein Zertifikat Aktien, Anleihen, Fonds, Optionen oder andere strukturierte Produkte halten. Daher eignen sich aktiv gemanagte Zertifikate für thematische, taktische und Multi-Asset-Strategien.
Schweizer Banken und unabhängige Vermögensverwalter (IAMs) Nutzen Sie Actively Managed Certificates, um maßgeschneiderte Mandate zu liefern, ohne einen vollständigen Fonds aufzulegen. Kurz gesagt, AMCs senken die Einrichtungskosten und verkürzen die Markteinführungszeit. Darüber hinaus sind sie auf den meisten Private-Banking-Plattformen verfügbar, was sie für nahezu jedes Anlegermandat praktisch und skalierbar macht.
Was ist ein aktiv gemanagter Zertifikat (AMC)?
Ein AMC ist eine strukturierte Anleihe, die von einer Bank oder einer speziellen Emissionsplattform ausgegeben wird. Konkret bildet sie eine diskretionäre Strategie ab, die von einem benannten Vermögensverwalter betreut wird. Im Gegensatz zu einem passiven Indexprodukt wird das Portfolio jedoch regelmäßig angepasst. Der Manager handelt nach klar definierten Regeln, und infolgedessen spiegelt das Zertifikat das Live-Portfolio nahezu in Echtzeit wider.
Die Emission der Anleihe erfolgt nach Schweizer oder internationalem Recht, und die Strategie wird durch Factsheets und Term Sheets dokumentiert. In der Praxis werden die meisten AMCs im Private Banking eher privat an professionelle und qualifizierte Anleger platziert als der Öffentlichkeit angeboten.
Der rechtliche Rahmen für aktiv gemanagte Zertifikate in der Schweiz
Unter Schweizer Recht wird ein Actively Managed Certificate als ein Strukturiertes Produkt, kein kollektives Investmentvehikel. Diese Unterscheidung ist wichtig. Folglich fallen kollektivanlagenähnliche Strukturen (KAG) nicht unter das Gesetz über kollektive Kapitalanlagen (KAG) und unterliegen nicht der Produktgenehmigung oder der laufenden Fondsaufsicht durch die FINMA. Stattdessen gelten am Verkaufsort die Verhaltensregeln des Finanzdienstleistungsgesetzes (FIDLEG) und seiner Verordnung (FIDLEV).
Wie AMC-Aktien Anlegern angeboten werden
Zwei praktische Konsequenzen ergeben sich daraus. Erstens, da es keine Fondshülle gibt, trägt der Anleger Emittentenrisiko und profitiert nicht vom besonderen Schutz, den CISA Fondsgläubigern gewährt. Zweitens hängen die Ausschüttungsregeln vom Kundentyp ab:
- Privatkunden Der Produzent muss ein Basisinformationsblatt (BIB) gemäss Art. 58 FIDLEG veröffentlichen. Zusätzlich kann ein Prospekt erforderlich sein, wobei dieser bei strukturierten Produkten nach der Veröffentlichung geprüft werden kann.
- Emittentenanforderung Strukturierte Produkte dürfen Kleinanlegern nur angeboten werden, wenn sie von einem beaufsichtigten Institut – namentlich einer Bank, einer Versicherungsgesellschaft oder einem Effektenunterunternehmen – emittiert, garantiert oder gleichwertig besichert werden oder über eine Zweckgesellschaft unter definierten Bedingungen (Art. 70 FinfraG) angeboten werden.
- Professionelle Investoren Private Placements benötigen eine angemessene Dokumentation, aber keine Schweizer Zulassung. Aus diesem Grund folgen die meisten Private-Banking-AMCs diesem Weg.
Schließlich benötigt der die Strategie verwaltende Vermögensverwalter möglicherweise selbst eine Bewilligung nach dem Finanzinstitutsgesetz (FINIG) und eine Aufsicht durch die FINMA. Diese Informationen sind jedoch allgemeiner Natur und stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Daher sollten Strukturen immer von Fall zu Fall geprüft werden.
Warum aktiv gemanagte Zertifikate in Schweizer Portfolios einsetzen?
- Flexibler Inhalt: Mehrere Asset-Typen in einem Produkt kombinieren
- Geschwindigkeit: Strategien schnell einführen und anpassen
- Bankfähigkeit: verfügbar über ISIN auf den meisten Privatbankplattformen
- Transparenz: Positionsberichterstattung und regelmäßige Aktualisierungen
- Thematischer Schwerpunkt: Zugang zu Nischensektoren, ESG oder regionalen Ideen
In der Praxis passen Aktiv gemanagte Zertifikate gut in taktische Mandate und Overlay-Strukturen. Insbesondere ermöglichen sie eine schnelle Umschichtung und haben in der Regel keine anfängliche Einstiegsgebühr. Daher ist diese Kombination für den aktiven Investor oder Vermögensverwalter mit einem traditionellen Fondsformat schwer zu übertreffen.
Risiken von aktiv gemanagten Zertifikaten
Gerne, AMCs bergen auch Risiken, die jeder Anleger sorgfältig abwägen sollte:
- Emittentenrisiko: Investoren sind auf die Kreditwürdigkeit des Emittenten angewiesen
- Liquiditätsgrenzen: Täglicher Handel hängt von der Liquidität der zugrunde liegenden Vermögenswerte ab
- Komplexität: Es kann schwierig sein, eine Strategie zu bewerten, wenn sie nicht klar offengelegt wird
- Gebührenebenen: Management, Leistung und Strukturierung von Kosten können sich summieren
- Weniger Produktschutz: Als strukturierte Produkte fehlen AMCs die CISA-Schutzmaßnahmen, die für Fonds gelten.
AMCs im Vergleich zu anderen Anlageformaten
Die folgende Tabelle vergleicht aktiv verwaltete Zertifikate mit zwei gängigen Alternativen. Beachten Sie insbesondere den Unterschied im regulatorischen Rahmen und in der Einrichtungszeit.
| Aspekt | AMC | OGAW-Fonds | Strukturiertes Produkt |
|---|---|---|---|
| Management-Stil | Aktiv (diskretionär) | Aktiv oder passiv | Festes Rückgabemuster |
| Personalisierung | Hoch | Gering bis mittel | Mittel |
| Einrichtungszeit | 2-6 Wochen | 3-9 Monate | Schnell |
| Regulierungsregime | FinSA (strukuriertes Produkt) | CISA (Fonds) | FinSA (strukuriertes Produkt) |
| Handelbare | Ja (ISIN) | Ja | Ja |
| Tägliche Liquidität | Normalerweise | Ja | Manchmal |
Wer nutzt aktiv verwaltete Zertifikate?
- IAMs mit maßgeschneiderten Strategien
- Privatbanken Skalierung Haus Ansichten
- HNWI und UHNWI mit spezifischen Investmentthemen
- Berater gestalten flexible Mandate
Die meisten Schweizer AMC(z)s sind kundenspezifisch und werden als White-Label-Produkte angeboten. Infolgedessen können Portfoliomanager eine Strategie über verschiedene Märkte hinweg skalieren, ohne die Kosten eines Vollfonds tragen zu müssen. Oftmals fällt die Wahl auf unabhängiger Verwalter gegen die Bank — und an welche die Strategie für den Investor schneller und kostengünstiger geliefert werden kann.
Unabhängige Plattformen: Das GenTwo-Modell
Jenseits von Banken, Plattformen wie GenTwo Öffnen Sie eine neue Route für die Ausgabe von AMCs. Kurz gesagt, GenTwo ermöglicht es IAMs und Family Offices, ihre eigenen Zertifikate – gebrandet, konform und bankfähig – herauszugeben, ohne die Bilanz einer Bank zu belasten. Darüber hinaus reicht die Einrichtung von nicht-bankfähige Vermögenswerte wie Immobilien, Private Equity oder digitale Vermögenswerte, und wandelt sie über die ISIN in wirtschaftlich bankfähige Instrumente um, die in einem normalen Depot liegen.
Dieses Modell gibt dem Manager die Kontrolle über Inhalt, Preise und Compliance. Darüber hinaus reduziert es die Abhängigkeit von einer einzelnen Institution in einer Zeit, in der Zugang zu Bankbeziehungen in der Schweiz kann nicht mehr selbstverständlich sein. In der Praxis ermöglicht sie es Schweizer Vermögensverwaltern, institutionelle Produkte zu ihren eigenen Bedingungen an den Anleger zu bringen.
Beispiel AMC-Zuteilung
Bei einem Portfolio von 10 Millionen CHF könnte ein Fondsmanager beispielsweise 10% in aktiv verwaltete Zertifikate investieren:
- 4% ESG-Aktien AMC
- 3% Multi-Asset-Rendite AMC
- 2% innovationsorientierter AMC (über GenTwo)
- 1% – Fondsgesellschaft für festverzinsliche Wertpapiere mit geringerem Risiko
Insgesamt bietet dies thematische Exposition, während Liquidität und Aufsicht erhalten bleiben. Darüber hinaus funktioniert es problemlos in traditionellen Depotumgebungen.
Häufig gestellte Fragen zu AMCs
Sind aktiv gemanagte Zertifikate in der Schweiz reguliert?
Ja, aber als strukturierte Produkte gemäß dem Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG), anstatt als Fonds. Folglich sind sie auf Produktebene nicht von der FINMA genehmigt, weshalb die Anlegerschutzbestimmungen von denen eines kollektiven Kapitalanlagenfonds abweichen.
Was ist das Hauptrisiko eines AMC?
Vor allem das Emittenten-Kreditrisiko. Da ein AMC eher eine Schuldverschreibung als ein Fonds ist, hängt sein Wert von der Fähigkeit des Emittenten ab, seinen Verpflichtungen nachzukommen, zusätzlich zur Performance der zugrunde liegenden Strategie.
Bieten AMCs Anlegern tägliche Liquidität?
Normalerweise. Die tatsächliche Liquidität hängt jedoch von den zugrunde liegenden Vermögenswerten ab, die in der Strategie gehalten werden.
Kann ein unabhängiger Vermögensverwalter eine eigene AMC (Asset Management Company) ausgeben?
Ja. Über Emissionsplattformen wie GenTwo können IAMs und Family Offices beispielsweise eigene bankfähige Zertifikate auflegen, ohne die Bilanz einer Bank zu nutzen.
Schlussfolgerung
Aktiv verwaltete Zertifikate (AMCs) sind zu einem zentralen Baustein im Schweizer Wealth Management geworden. Vor allem vereinen sie Flexibilität, Transparenz und Geschwindigkeit in einem einzigen bankfähigen Wertpapier. Ob von einer Privatbank oder einer Plattform wie GenTwo emittiert, sie ermöglichen es einem Manager, eine strategische Idee in ein handelbares Produkt zu verwandeln. Dennoch sollte jeder Anleger das Emittentenrisiko und den strukturierten Charakter des Produkts im Auge behalten. Insgesamt schlagen Actively Managed Certificates mit ISIN-Zugang und täglicher Liquidität eine Brücke zwischen massgeschneidertem Denken und bankfähigen Lösungen.
→ Rückkehr zum Vollständige Übersicht über die Anlageprodukte.
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