Stellen Sie sich eine Transaktionsbank vor, die ausschliesslich Vermögensverwalter bedient – nicht deren Kunden. 💡
Stellen Sie sich weiter vor, dass diese Bank keine Anlageberatung, keine Vermögensverwaltungsmandate und keine Dienstleistungen für Endkunden anbietet. Ihr einziger Zweck: Depot- und Kontoinfrastruktur für unabhängige Vermögensverwalter (EAMs).
⚙️ Vollständig digital. Schlank. Nur B2B.
Doch es gibt einen Haken:
🌍 Begrenzte Abdeckung von Rechtsordnungen.
Dieses Modell gibt es im Ausland bereits. Doch was wäre, wenn es – rein hypothetisch – in die Schweiz käme, einen Markt, der von komplexer grenzüberschreitender Kundschaft, hohen regulatorischen Standards und einer tiefen Private-Banking-Tradition geprägt ist?
Für viele Schweizer EAMs ist die Unterstützung mehrerer Rechtsordnungen nicht optional. Sie betreuen globale Familien, Trusts und massgeschneiderte Strukturen; ein eng fokussierter Anbieter könnte in diesem Kontext zu einschränkend sein.
Doch nicht alle Firmen sind grenzüberschreitend tätig. 📈 Für EAMs mit standardisierten Mandaten und klar definierten Märkten könnte eine solche Depotlösung echte Vorteile bieten: operative Einfachheit, geringere Kosten und saubere digitale Prozesse.
Wie würden die etablierten Banken reagieren?
🏦 Manche setzen vielleicht noch stärker auf ihre Stärken: integrierte Beratung, globale Abdeckung, Kredite und langfristige Beziehungen.
🔧 Andere könnten sich anpassen – mit modularen Angeboten, Preisstufen oder besseren Schnittstellen.
🤝 In manchen Fällen könnte sogar eine gezielte Zusammenarbeit entstehen: Fintech-Tempo trifft institutionelle Zuverlässigkeit.
Es geht nicht um Verdrängung – sondern um Segmentierung. Das Schweizer Vermögensökosystem beruht auf Vertrauen und Beständigkeit, entwickelt sich aber weiter, wenn der Mehrwert klar ist.
💬 Würde Ihre Firma eine digitale Transaktionsbank als Depotpartner in Betracht ziehen – wenn sie Effizienz und Fokus bringt, aber auch Grenzen hat?
Quelle: LinkedIn