Das FINMA-Register der Schweiz führt per 2025 über 1’300 bewilligte unabhängige Vermögensverwalter auf. Doch wie viele fehlen?
Diese Liste ist keine Geschichte aller je gegründeten Firmen. Sie ist eine Momentaufnahme des Überlebens – nur wer noch aktiv, bewilligt und regelkonform ist, bleibt sichtbar. Deshalb wirken die 1980er und 1990er Jahre so leer – nicht, weil wenige gegründet wurden, sondern weil viele nicht mehr existieren.
Manche schieden früh aus. Andere fusionierten. Viele verschwanden einfach.
Zwischen 2000 und 2010 erreichte die Zahl der neuen unabhängigen Vermögensverwalter ihren Höhepunkt. Doch diese Kohorte steht nun unter Druck: Die Gründer nähern sich dem Ruhestand, und oft fehlt eine Nachfolgeplanung. Das Zeitfenster für den Übergang schliesst sich.
Mit Blick nach vorn befinden sich viele nach 2020 gegründete Firmen noch in einer frühen Phase ihres Lebenszyklus – sie bauen ihren Ruf, ihren Kundenstamm und ihre Widerstandskraft auf.
Doch die eigentliche Geschichte liegt in den stillen Jahren: bei den Firmen, die nicht mehr auf der Liste stehen. Bei jenen, die die FINMA-Bewilligungswelle, steigende operative Anforderungen oder den Generationenwechsel nicht überlebt haben.
Wenn Sie heute eine Firma gründen, liegt die eigentliche Herausforderung nicht im Markteintritt – sondern darin, dauerhaft zu bestehen.
Sie müssen beweisen, dass Sie bleiben. Die Vergangenheit zeigt, wie wenigen das gelingt.
Fazit:
Von der FINMA aufgeführt zu werden, ist nur der Anfang. Die eigentliche Frage:
«Stehen Sie 2045 noch auf dieser Liste?»
Deshalb kann der Einstieg bei einem etablierten, nachfolgebereiten unabhängigen Vermögensverwalter der klügere Schritt sein – vor allem, wenn jedes Jahr zählt.