Es war eine anspruchsvolle Zeit für unabhängige Schweizer Vermögensverwalter.
Die Märkte sind unruhig, die Schlagzeilen laut, und Zölle stehen wieder im Mittelpunkt. In einer Welt, in der so viele Produkte technisch gesehen in China hergestellt, aber eigentlich für Amerika gemacht werden, lautet die eigentliche Frage: Wer zahlt tatsächlich den Preis?
Das iPhone: eine Fallstudie zu «Made for America»
Nehmen Sie etwas Vertrautes – ein iPhone.
- Montiert in China
- Entworfen in Kalifornien
- Angetrieben von amerikanischer Software
- Gebaut mit Komponenten aus aller Welt
- Verkauft an amerikanische Konsumenten
- Gewinne fliessen zurück ins Silicon Valley
Ist es also ein chinesisches Produkt?
Oder genauer gesagt: Hergestellt in China, gemacht für Amerika?
Zölle: Druckmittel, die das Ziel verfehlen
Zölle sollen Druck auf ausländische Mächte ausüben.
In der Praxis treffen sie aber oft die eigene Seite:
- US-Konsumenten, die höhere Preise zahlen
- US-Marken, die ins geopolitische Kreuzfeuer geraten
- Kleine Unternehmen, die Angebotsschocks nicht auffangen können
- Innovation, gebremst durch steigende Produktionskosten
Schätzungen zufolge folgen 30–50 % der chinesischen Exporte in die USA diesem Modell: Produkte, die im Westen erdacht, mit westlichem geistigem Eigentum entwickelt, in China hergestellt und auf die westlichen Märkte zugeschnitten werden – mit anderen Worten: für Amerika gemacht.
Die Ironie der hohen Zölle
Und hier kommt die Wendung:
Anstatt China zu bremsen, könnten höhere Zölle das Land sogar vorantreiben.
Als Reaktion darauf investiert China in eigene Fähigkeiten – es baut seinen KI-Sektor aus, steigert die Chipproduktion und steckt erhebliche Mittel in die strategische Unabhängigkeit.
Ironischerweise beschleunigen Zölle, die bremsen sollen, genau den Fortschritt, den sie verlangsamen wollten.
Bei «Made for America» geht es um mehr als Geografie
In einer globalisierten Welt definiert sich Wert nicht allein über die Herkunft – wir gestalten ihn durch Zweck, Design und Wirkung.
- Wer hat es entworfen?
- Wer profitiert davon?
- Wer ist darauf angewiesen?
Also ja – viele Dinge werden in China hergestellt.
Doch für die westlichen Märkte gilt oft: für Amerika gemacht.
Ein klügerer Weg nach vorn
Warum Politik nicht so gestalten, wie unabhängige Vermögensverwalter jeden neuen Kunden prüfen – mit einer gründlichen Plausibilitätsprüfung vorab?
💡 Fragen Sie doch einfach ChatGPT:
Schreiben Sie einen Blogartikel darüber, wie viele in China hergestellte Produkte eigentlich für den amerikanischen Markt bestimmt sind. Verwenden Sie das iPhone als Beispiel. Fügen Sie Punkte zu Zöllen, globalen Lieferketten und unbeabsichtigten Folgen der Handelspolitik hinzu.
👉 Denn genau so eine Antwort würde ChatGPT geben.
Quelle: LinkedIn


