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20Sep.2026

⚠️ KI-unterstützte Übersetzung - kleinere Abweichungen möglich.

Portfolio 2025

Persönliche Ansichten, keine Anlageberatung – siehe vollständigen Haftungsausschluss unten.

Stilisierte 16:9-Illustration eines Diagramms mit steigender Investitionsportfolioperformance für das Jahr 2025, mit Symbolen für künstliche Intelligenz, Gesundheitswesen und Infrastruktur vor dem Hintergrund eines globalen Finanzgitters.

Von der Erzählung zu den Zahlen: Einführung eines themenbasierten Modellportfolios

Im Dezember 2024 wurde ein einfaches Modellportfolio mit einem klaren Ziel aufgelegt: eine themenbezogene Anlageidee unter realen Bedingungen zu testen. Dabei ging es nie um Theorie oder Optimierung, sondern um die praktische Umsetzung und messbare Ergebnisse.

Zur Unterstützung des anfänglichen Anlagerahmens wurde ChatGPT als Strukturierungshilfe für den Ausblick genutzt. Dieser Ansatz spiegelt einen breiteren Wandel in der Finanzwelt wider, in dem digitale Werkzeuge das menschliche Urteil zunehmend ergänzen – eine Dynamik, die auch in der digitalen Transformation des Finanzwesens.

Von Anfang an lag der Schwerpunkt auf Einfachheit, Transparenz und Vergleichbarkeit. Die Leistung musste einfach zu verfolgen, zu erklären und zu bewerten sein.

Portfolio Aufbau: Einfach durch Design

  • Fünf Aktien, gleich gewichtet
  • Rund 5'000 CHF pro Stelle
  • Buy-and-hold-Strategie, kein Rebalancing
  • Ungesichertes Devisenexposure, das die typische Erfahrung eines Schweizer Privatkunden widerspiegelt
  • Referenzwährung: CHF

Die Aktien wurden ausschliesslich auf der Grundlage der Themen des Ausblicks für 2025 ausgewählt: künstliche Intelligenz, Innovation im Gesundheitswesen, Elektrifizierung, Infrastruktur und widerstandsfähiger US-Konsum. Diese Themen wurden später im Rahmen der breiteren Investitionsausblick 2026.

Die Bestände: Amazon, ASML, Eli Lilly, Siemens, NVIDIA.

Link zum ursprünglichen Beitrag

Portfolio 2025

Portfolio-Performance auf einen Blick

Zum 13. Dezember 2025 weist das Portfolio das folgende Gesamtergebnis auf:

  • Total investiert: CHF 23’835.94
  • Aktueller Marktwert: CHF 27’493.82
  • Gesamtgewinn (inkl. Dividende): CHF 3’814.17
  • Gesamtleistung: +13.87%

In absoluten Zahlen bedeutet dies eine solide zweistellige Rendite über etwa ein Jahr, die ohne Hebelwirkung, Derivate oder taktischen Handel erzielt wurde.

Was treibt die Leistung an?

Klare GewinnerInnen

ASML (+29.97%)
Der stärkste Beitrag. Halbleiter-Investitionen in Verbindung mit KI und fortgeschrittener Datenverarbeitung blieben trotz der makroökonomischen Störungen stabil. ASML bewies einmal mehr die Stärke seiner monopolistischen Positionierung.

Siemens (+22.26%)
Profitierte von Infrastrukturausgaben, Elektrifizierung und digitalen Industrielösungen - genau wie in der ursprünglichen Prognose erwartet.

NVIDIA (+20.88%)
Die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz hat weiterhin positiv überrascht. Trotz anfänglicher Bewertungsbedenken rechtfertigte die Ertragsdynamik die Aufnahme des Titels.

Eli Lilly (+17.29%)
Die Innovationen im Gesundheitswesen erfüllten die Erwartungen. Die Behandlung von Fettleibigkeit und Diabetes führte zu einer hohen Umsatztransparenz und einem Anstieg des Aktienkurses.

Der Drachen

Amazonas (-13.34%)
Der einzige negative Beitrag. Währungseffekte (Schwäche des USD gegenüber dem CHF) und Margenprobleme belasteten die Erträge. Operativ solide, aber das Timing erwies sich als ungünstig.

Dies unterstreicht eine immer wiederkehrende Realität in der Vermögensverwaltung: Selbst qualitativ hochwertige Unternehmen können auf kurze Sicht unterdurchschnittlich abschneiden, insbesondere wenn das Währungsrisiko nicht abgesichert ist - ein Thema, das von Privatkunden oft unterschätzt wird.

Die Rolle der Devisen: Ein unterschätztes Risiko

Es war eine bewusste Entscheidung, das Währungsrisiko nicht abzusichern. Das Ergebnis war klar:

  • USD-Positionen (Amazon, NVIDIA, Eli Lilly) litten unter der Stärke des CHF
  • EUR-Engagement blieb weitgehend neutral

Ohne den Gegenwind aus den Devisenmärkten wäre die Aktienperformance höher gewesen. Die Lektion ist einfach: Das Währungsrisiko ist hartnäckig, strukturell und wird oft übersehen - insbesondere in CHF-basierten Portfolios.

War ChatGPT als Anlageberatung nützlich?

Die ehrliche Antwort ist nuanciert. ChatGPT war kein Stockpicker. Es hat weder das Timing optimiert noch das Fremdwährungsengagement verwaltet oder die Bewertungen fein abgestimmt.

Was sie jedoch bot, war Struktur. Sie half dabei, dauerhafte Themen zu identifizieren, Investment-Narrative zu formulieren und rein spekulative Trades zu vermeiden. In diesem Sinne fungierte sie eher als Research-Assistent denn als Entscheidungsträger - ähnlich der Entwicklung von Instinkt und Erfahrung, wie sie in die Entwicklung des Instinkts bei der Entscheidungsfindung.

Das grössere Bild

Eine Rendite von rund 14% in CHF, die mit vollem Fremdwährungsengagement und ohne aktives Management erzielt wurde, ist im Vergleich zu vielen ausgewogenen Portfolios im gleichen Zeitraum günstig. Noch wichtiger ist, dass sich das Portfolio genau so verhielt, wie es eine thematische Aktienallokation tun sollte:

  • Konzentriert, aber diversifiziert nach strukturellen Faktoren
  • Bisweilen unbeständig, aber im Wesentlichen kohärent
  • Angetrieben von Erträgen und langfristigen Trends und nicht von kurzfristigem Hype

Dies macht das Experiment wertvoll, nicht weil es “den Markt geschlagen” hat, sondern weil es einen disziplinierten, themenorientierten Anlageprozess validiert hat. Die gleiche Denkweise liegt langfristigen Kundenbeziehungen in der Vermögensverwaltung zugrunde.

Fazit

War ChatGPT also ein guter Ratgeber?

👉 Als Ideengeber und erzählerischer Synthesizer: ja.
👉 Als eigenständiger Investitionsentscheidungsfaktor: eindeutig nicht.

Mit Bedacht eingesetzt, kann sie die Forschung unterstützen, Annahmen in Frage stellen und bei der Formulierung von Strategien helfen. Aber menschliches Urteilsvermögen, Portfoliostruktur und Risikobewusstsein sind weiterhin unerlässlich.

Und das ist vielleicht die nützlichste Schlussfolgerung von allen.

Dieses Musterportfolio und die Kommentare dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung dar. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Alle Investitionen sind mit Risiken verbunden.

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Haftungsausschluss: Die Ansichten und Meinungen, die im vapa Swiss Independent Wealth Management Blog geäussert werden, sind ausschliesslich meine eigenen und spiegeln nicht die von Institutionen oder Organisationen wider, mit denen ich verbunden bin. Ich leite einen unabhängigen Vermögensverwalter in der Schweiz und schreibe daher als Branchenteilnehmer über diese Branche, nicht als neutraler Beobachter. Diese Beiträge sollen persönliche Einblicke vermitteln und sollten weder als offizielle Stellungnahmen noch als Anlageberatung interpretiert werden. Siehe Rechtshinweis für Details.

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