Sind Sie unabhängiger Vermögensverwalter und kämpfen mit der Verwaltung von Kundenvermögen, das auf mehrere Banken verteilt ist? Fehlen Ihnen geeignete Multi-Data-Schnittstellen, oder haben Sie genug vom endlosen Kontoeröffnungsprozess? Dann lohnt sich vielleicht ein Sammelkonto (Omnibus-Konto) mit getrennten Unterkonten!
Sammelkonten mit getrennten Unterkonten sind in bestimmten lokalen Rechtsordnungen wie den VAE und Singapur gängige Praxis, nicht aber in der Schweiz.
Die Behandlung als institutioneller Kunde kann sogar die Kosten bei der Depotbank senken, was zu höheren Erträgen für den unabhängigen Vermögensverwalter und den Kunden führt; dabei genügt eine einzige standardisierte, SWIFT-ähnliche Schnittstelle.
Maximale Effizienz mit Sammelkonten
Die Zusammenarbeit mit einer seriösen Bank oder Depotbank mit starken Sicherheitsvorkehrungen ist entscheidend, um die Vermögenswerte Ihrer Kunden zu schützen. Allerdings kann ein Sammelkonto-Anbieter die Möglichkeit einschränken, von der Marke einer bekannten Privatbank zu profitieren. Zudem können Sie Kundenkonten rasch eröffnen, sobald Ihre interne Compliance und die Geschäftsleitung zugestimmt haben. So umgehen Sie den langwierigen Onboarding-Prozess grosser Privatbanken. Ausserdem werden keine KYC-Informationen weitergegeben, was den Prozess zusätzlich vereinfacht.
Ein Sammelkonto – ähnlich wie bei einer Korrespondenz- oder Global-Custody-Bank – stellt unabhängige Vermögensverwalter jedoch vor grosse Herausforderungen, insbesondere beim Steuerreporting. Die Vermögensverwalter müssen diese Aufgabe selbst übernehmen, da der Depotbank die Kundeninformationen fehlen. Glücklicherweise ist eine wachsende Branche entstanden, die diese Last erleichtert. Für ein überzeugendes Kundenerlebnis braucht es zudem detaillierte Transaktionsabrechnungen – was ein Upgrade Ihres Portfoliomanagementsystems oder eine schlanke Banking-Applikation erfordern kann.
Zusammengefasst bieten Sammelkonten mit getrennten Unterkonten unabhängigen Vermögensverwaltern viele Vorteile: Zugang zu institutionellen Anlagemöglichkeiten, bessere Gebührenkonditionen, mögliche Kosteneinsparungen und vereinfachte Kontoeröffnungen. Es bleiben jedoch Herausforderungen. Ideal wäre es, wenn auch unabhängige Vermögensverwalter in der Schweiz auf diesen Ansatz setzen könnten.
Quelle: LinkedIn (SEO angepasst)